Ernährung und Schlaf zwischen Sahur und Iftar
Die Auswirkungen des Schlafens mit vollem Magen auf Körpersysteme und Tagesleistung

Was vor und nach dem Sahur getan werden sollte, gehört zu den Themen, die von fastenden Personen häufig nachgefragt werden. Manche Menschen entscheiden sich dafür, bis Mitternacht in Form von Iftar weiter zu essen, dann ins Bett zu gehen und bis zum Iftar am nächsten Tag zu fasten. Wenn man jedoch mit vollem Magen ins Bett geht, arbeiten Organe wie Magen, Bauchspeicheldrüse, Darm und Gallenblase während des Schlafes intensiv weiter, obwohl sie sich ausruhen sollten.
Dass der Körper während des Schlafes in horizontaler Position ist, kann dazu führen, dass Magensäuren in die Speiseröhre gelangen. Dieser Zustand, der als gastroösophagealer Reflux bezeichnet wird, kann während des Schlafs bis zur Kehle reichen und Reizungen verursachen. Eine ähnliche Situation gilt für Personen, die nach dem Iftar mit einem starken Völlegefühl schlafen und dann für das Sahur aufwachen und zum Vermeiden von Hunger während des Sahurs übermäßig viele Lebensmittel konsumieren. Sofort nach dem Sahur-Essen wieder einzuschlafen, kann aufgrund der übermäßigen Fülle im Magen zu verschiedenen Problemen führen.
Sofort nach dem Sahur einzuschlafen, kann neben dem Risiko eines gastroösophagealen Refluxes auch zu einem Gefühl von Blähungen und Völlegefühl im Magen unmittelbar nach dem Aufwachen aufgrund der Kontraktion der Gallenblase führen. Darüber hinaus kann die Konzentration des Blutflusses in der Magenumgebung zur Verdauung der Nahrung im Magen ernsthafte Embolierisiken mit sich bringen. Aus diesem Grund ist es für Personen, deren Arbeitsleben nach dem Essen zum Sahur es zulässt, besser, zur Arbeit zu gehen, anstatt zu schlafen; für diejenigen, für die dies nicht möglich ist, ist es eine richtigere Herangehensweise, nach dem Essen mindestens eine Stunde wach zu bleiben, bevor man schläft.
Mit vollem Magen ins Bett zu gehen und kurz darauf aufzuwachen, um zur Arbeit zu gehen, kann zu mentaler Verwirrung während des Tages führen. Dieser Zustand kann die geistige und funktionale Leistung verringern und dazu führen, dass der Tag ineffizient vergeht. Diese Müdigkeit im Laufe des Tages kann auch zu einem unkontrollierten Verlangen nach Nahrung während des Iftars führen. Außer bei schweren Krankheiten kann der Prozess gesünder gesteuert werden, wenn Lebensstil und Ernährungsverhalten in Abstimmung mit einem Arzt geregelt werden. Insbesondere die Rücksprache mit einem Arzt bezüglich der eingenommenen Medikamente und der Ernährungsweise wird sich unbedingt als vorteilhaft erweisen.