Bei welchen Krankheiten sollte man beim Fasten vorsichtig sein?
Ramadan: Fasten und medizinische Überlegungen

In diesen Tagen, an denen wir den Monat Ramadan erreichen, bitten viele Patienten um eine medizinische Genehmigung, ob sie aufgrund ihrer bestehenden Krankheiten fasten dürfen. An dieser Stelle ist es wichtig zu beschreiben, in welchen Fällen das Fasten medizinisch nicht ratsam ist.
Als erste Gruppe können schwere Diabetiker und insulinabhängige Personen betrachtet werden. Bei diesen Personen sollte das Fasten aus medizinischer Sicht als bedenklich eingestuft werden; denn aufgrund der verwendeten Medikamente besteht das Risiko plötzlicher Schocks oder Probleme wie Hypoglykämie.
Zweitens kann das Fasten von Patienten, die sich einer bariatrischen Operation wegen Fettleibigkeit unterzogen haben und bei denen ein großer Teil des Magens entfernt wurde, ebenfalls als medizinisch riskant angesehen werden. Man geht davon aus, dass das plötzliche Essen nach langem Fasten ernsthafte Probleme verursachen kann.
Die dritte Risikogruppe sind Gallenblasenpatienten. Bei Personen mit Gallensteinen können kräftige Mahlzeiten nach langem Fasten Gallenblasenkrämpfe und damit verbundene akute Gallenblasenkoliken verursachen.
Darüber hinaus kann bei Patienten, die sich einer schweren Ulkusbehandlung unterziehen, eine erhöhte Magensäure aufgrund von langem Fasten mit schweren Komplikationen wie Magenblutungen oder Magenperforationen verbunden sein. Neben diesen Gruppen sollten auch Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorsichtig sein.
Abgesehen von den aufgeführten Zuständen und kürzlich durchgeführten Operationen gibt es bei den meisten Menschen keine medizinischen Hindernisse für das Fasten, wenn die empfohlenen Praktiken beim Iftar und Sahur beachtet werden. Bei Zuständen wie mittlerem Diabetes oder Bluthochdruck kann davon ausgegangen werden, dass das Fasten durch Anpassung der Medikamenteneinnahmezeiten nach Rücksprache mit einem Arzt möglich ist. Wenn auf das Verhalten bei Iftar und Sahur geachtet wird, kann davon ausgegangen werden, dass der Prozess auch gesundheitliche Vorteile bringen kann.