Was Mit Uns Geschieht, Wenn Wir Höher Steigen
Höhenlage, Druckveränderung und das Streben des Körpers nach Anpassung
Wenn ich mich eingeengt fühle oder das Leben schwer auf mir lastet, weiß ich, dass es mir immer guttut, 300–500 Meter höher zu steigen und den Himmel zu umarmen. Ich möchte über das Verhalten unserer Barorezeptoren in großer Höhe sprechen. Auf Meereshöhe beträgt der atmosphärische Druck eine Atmosphäre, doch in den Bergen beginnt er – etwa ab tausend Metern – allmählich zu sinken. Steigt die Höhe, sinkt der Luftdruck; dadurch nimmt die Menge an Sauerstoff, die in die Lunge gelangt, ab. Um dies auszugleichen, erhöht der Körper zunächst die Herzfrequenz. Das Herz arbeitet schneller, um Blut und Sauerstoff zu den Geweben zu transportieren.
In großen Höhen kann im Gehirn ein leichtes Schwindel- oder Benommenheitsgefühl auftreten, verursacht durch den Sauerstoffmangel. Wenn man längere Zeit in den Bergen bleibt, reagiert der Körper, indem er die Anzahl der Erythrozyten – also der roten Blutkörperchen, die Sauerstoff transportieren – erhöht. Mehr Sauerstoffträger bedeuten mehr Sauerstoff für die Gewebe. Wenn diese Anpassung abgeschlossen ist, nimmt das Herzklopfen ab.
Deshalb braucht man beim Aufstieg auf eine bestimmte Höhe sogenannte Dekompressions- bzw. Akklimatisationszeiten. Bei etwa 1500–2000 Metern sollte man pausieren, damit sich der Körper an die Druckveränderung gewöhnen kann. Plötzlich auf 3000–5000 Meter zu steigen, ist nicht ratsam. Mit zunehmendem Alter wird diese Anpassung noch schwieriger; die beschleunigte Herzfrequenz und Durchblutung können den Blutdruck erhöhen und Risiken wie Nasen- oder sogar Hirnblutungen mit sich bringen.
Für mich sind kurze Anstiege und kleine Höhenunterschiede wie kleine Prüfungen, die messen, wie gut der Mensch sich an die Natur anpasst. Wenn man 300–500 Meter höher steigt, kann man beobachten, wie sich Herzfrequenz und Kreislauf verändern; sinkt man wieder ab, sieht man, wie der Körper in seinen ursprünglichen Zustand zurückkehrt. Es ist ähnlich wie ein plötzlicher Kaltwasserschock oder wie ein Belastungs-EKG – eine Gelegenheit, zu spüren, wie sich der Körper anpasst, wenn sein Tempo steigt.
Solange es sich nicht um sehr große Höhen handelt und keine gesundheitlichen Risiken bestehen, können leichte Höhenwechsel und kurze Wanderungen sowohl dem Körper als auch dem Geist und der Seele eine starke Unterstützung bieten – besonders bei körperlichen Beschwerden, kleinen Unregelmäßigkeiten oder psychischen Belastungen.
Deshalb wünsche ich Ihnen, dass Sie erkennen, wie selbst kleine Anstiege und sanfte Höhenänderungen Körper und Seele unterstützen können – und lade Sie herzlich auf meinen YouTube-Kanal ein.