Die Wunder Hormone des Sports: Endorphin und Oxytocin

Ein Sporterlebnis, das über die Muskeln hinaus von Hormonen gesteuert wird


Sport ist keine rein muskuläre Aktivität; Sport ist auch ein Verhaltensmuster, das durch Hormone geprägt wird. Unter diesen Hormonen stechen zwei hervor: Endorphin und Oxytocin.

Endorphin besteht, wie der Name schon sagt, aus endogenen Morphen, die vom zentralen Nervensystem und der Hypophyse produziert werden. Diese körpereigene Chemikalie reduziert bei starker Ausschüttung die Schmerzwahrnehmung und erzeugt ein Gefühl von Frieden und Freude. Dies ist die Quelle des Glücksgefühls bei vielen sportlichen Aktivitäten.

Endorphin ist eine chemische Substanz mit opioidähnlichem Charakter. Daher reduziert es bei seiner Ausschüttung das Niveau von Cortisol – dem Stresshormon – sorgt für Glück und Ruhe, senkt leicht die Herzfrequenz und trägt zur Erweiterung der Blutgefäße bei. All diese Effekte helfen dabei, intensive Bewegungen während des Sports schmerzfrei auszuführen.

Das zweite, aber nicht weniger wichtige Hormon als Endorphin, ist Oxytocin. Oxytocin wird oft mit Gefühlen von Liebe, Bindung, Vertrauen und Mutterschaft in Verbindung gebracht. Was hat es mit Sport zu tun? Dass sich Sportler vor dem Betreten des Spielfelds bei Mannschaftssportarten umarmen, Schulter an Schulter Parolen rufen und gemeinsam eine Bindung aufbauen, ist kein Zufall; es sind natürliche Auslöser für die Ausschüttung von Oxytocin. Es stärkt das Gemeinschaftsgefühl und den Teamgeist.

Wenn Endorphin und Oxytocin zusammen ausgeschüttet werden, wird das Sporterlebnis zu mehr als nur einer körperlichen Leistung; es verwandelt sich in eine synergistische Struktur, die sich mit Vertrauen, Zugehörigkeit, Glück und Ausdauer verbindet.

Nahrungsmittel, die die Endorphinausschüttung steigern, sind in der Regel hochwertige Proteinquellen: Eier, rotes Fleisch, Sardinen und Thunfisch. Für Veganer kann es schwierig sein, die gleiche Wirkung mit pflanzlichen Proteinen zu erzielen; jedoch können Chilischoten (Capsaicin) und dunkle Schokolade mit hohem Kakaoanteil die Endorphinproduktion ankurbeln.

Nahrungsmittel, die den Oxytocinspiegel erhöhen sollen, sind meist grünblättriges Gemüse. Avocado und dunkle Schokolade mit hohem Kakaoanteil stehen ebenfalls auf dieser Liste. Die Auswirkungen solcher Lebensmittel auf Hormone können von Person zu Person variieren.

Es gibt auch andere Systeme, die während des Sports eine Rolle spielen: Testosteron, Schilddrüsenhormone (T3–T4), Cortisol, Adrenalin, Wachstumshormon und Aldosteron, das mit dem Wasser-Elektrolyt-Gleichgewicht zusammenhängt. Diese sollten nicht als direkte Behandlung oder medizinischer Rat betrachtet werden; sie sollten als allgemeine konzeptionelle Informationen über die physiologischen Aspekte des Sports verstanden werden.

Bei Leistungssportlern ist die Frage des Gleichgewichts von entscheidender Bedeutung. Eine schnelle Zuckerzufuhr nach dem Training zur Wiederauffüllung von durch übermäßige Anstrengung erschöpften Glykogenspeichern kann einige Risiken bergen. Daher werden anstelle von schnell resorbierbaren reinen Zuckern langsam resorbierbare Lebensmittel mit einem ausgewogenen Verhältnis von Protein und Kohlenhydraten bevorzugt, wie Bananen, Süßkartoffeln, Nüsse, Joghurt und Kefir.

Der Kern des Sports ist Gleichgewicht. Nicht nur Muskelkraft, nicht nur Hormone... Wenn alles zusammenarbeitet, erhalten unser Verhalten, unsere Ausdauer und die Freude am Sport Sinn.


Dieser Inhalt wurde gemäß RG 33075 erstellt und dient allgemeinen Informationszwecken. Bei persönlichen oder spezifischen medizinischen Anliegen konsultieren Sie bitte Ihren eigenen Arzt.

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